Vipp
Alles begann mit einem Treteimer
Die Geschichte von Vipp beginnt an einem Frühlingssonntag im Jahr 1931, als der 17-jährige Holger Nielsen bei einer Lotterie im örtlichen Fußballstadion ein Auto gewinnt. Holger liebt Autos, doch hat er keinen Führerschein. Daher entschließt er sich, das Auto zu verkaufen und sich stattdessen eine Metalldrehbank anzuschaffen. Dies ist der Startschuss für Holgers Metallwarenfabrik, in der er wenige Jahre später ein Produkt herstellt, das ihn in der ganzen Welt berühmt machen wird: den Treteimer Vipp.

Wir schreiben das Jahr 1939. Holger Nielsen und Marie Axelsen haben gerade geheiratet. Marie ist gelernte Friseurin und will ihren eigenen Salon eröffnen. Viel Geld hat sie nicht, und daher bittet sie ihren Mann um Hilfe bei der Einrichtung des Salons. Unter anderem hätte sie gerne einen praktischen Abfalleimer. Nach vielen Tagen in der Werkstatt kann Holger Marie den Treteimer Vipp vorstellen – und sie ist begeistert.
Der Vipp-Eimer ist ursprünglich nur für Marie gedacht. Doch einige der Arzt- und Zahnarztfrauen der Stadt sind Maries Kundinnen und meinen, dass der Eimer perfekt in die Praxen ihrer Männer passt, nicht zuletzt, weil er praktisch und sehr robust ist. Deshalb gehört der Pedaleimer bald zum festen Inventar dänischer Praxen.

„Gutes Design wird nie unmodern“, pflegte Holger zu sagen. Und die Zeit gab ihm Recht: Der Vipp-Eimer ist, seit er 1939 das Licht der Welt erblickte, beinahe unverändert. Heute gilt er als internationaler Designklassiker, und im November 2009 wurde er in die Architektur- und Designsammlung des Museum of Modern Art in New York (MoMA) aufgenommen.

Jedes fertige Vipp-Produkt überzeugt durch seine Form und Funktion, doch die vorhergehenden Arbeitsprozesse sind oft genauso faszinierend. Vipp – the Making of.










